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Die Arbeitsgemeinschaft deutsch-arischer Bekleidungsfabrikanten e. V. (Adefa)

ADEFA-Etikett

Titel: ADEFA-Etikett
Datierung: um 1937 bis 1939
Foto: Wikimedia, Libanius, CC BY-SA 4.0

Die Adefa – nur ein Verein

Die in Dokumenten oft genannte ADEFA (Arbeitsgemeinschaft deutsch-arischer Bekleidungsfabrikanten e. V.) war ein seit 1933 existierender Verein. Er hatte zum Ziel, die Juden aus der gesamten Bekleidungs- und Textilindustrie zu verdrängen. Dabei wurde die ADEFA vom Reichswirtschaftsministerium gelenkt und unterstützt. Ausgegangen war die Vereinsgründung von der IHK Berlin, die Juden seit der Machtergreifung der Nationalsozialisten verlassen mussten.

Zwischen 1933 und 1936 hatte der Verein nur mäßigen Erfolg. Das lag sicher daran, dass es sich kein größerer Betrieb leisten konnte, auf jüdische Geschäftspartner zu verzichten.
Ihr Ziel wollte die ADEFA mit einem Verbot für ihre Mitglieder, Geschäftsbeziehungen zu jüdischen Unternehmern zu pflegen, erreichen. Darüber hinaus sollte für den ‚deutschen‘ nicht ‚jüdischen‘ Geschmack produziert werden.

Ein Einnähetikett für Kleidung wurde 1938 eingeführt. „ADEFA. Das Zeichen für Ware aus arischer Hand“ sollte bezeugen, dass der gesamte Produktionsprozess bis hin zum Verkauf in nichtjüdischer Hand ist. Gepaart mit den übrigen Bestrebungen der Nationalsozialisten ab 1937 und vor allem 1938 konnte der Verein sein Ziel schließlich erreichen. 

Literatur

Julia Schnaus, Kleidung zieht jeden an - Die deutsche Bekleidungsindustrie 1918- 1973, Oldenburg, 2017, S. 91–144, besonders S. 112–116.

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