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Geschäftsnummer:
16

Eröffnung: 
15.05.1930

Adresse:
heute: Stefan-Heym-Platz 1, 09111 Chemnitz
früher: Brückenstraße 9-11

Status: 
erhalten, denkmalgeschützt, 2010 bis 2014 saniert, heute: Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz

Gebäude: 
Eröffnung 15.05.1930 (Architekt Erich Mendelsohn, Bauleitung Schocken Baubüro unter Bernhard Sturtzkopf)

Festangestellte, Dezember 1932:
667

Der Entwurf an sich stand dabei nie zur Disposition: Mendelsohn hatte das Kaufhaus an einer Straßenecke als nach außen gewölbtes Bauwerk mit tortenstückförmigem Grundriss geplant. Die Vorhangfassade besteht aus sechs Hauptgeschossen, über denen sich drei weitere nach hinten gestaffelte Etagen erheben. Brüstungsbänder mit Travertinverkleidung und durchlaufenden Fensterreihen bestimmen zusammen mit zwei vollverglasten seitlichen Treppenhäusern die Erscheinung. Berühmt ist der Bau auch für seine Tag- und Nachtansicht: In der Nacht kehren sich – bei eingeschaltetem Licht – hell und dunkel der Fassade um. Im Inneren konnte Sturtzkopf, Leiter des Schocken-Baubüros, nach dem Bruch mit Mendelsohn, die Kosten begrenzen. Als Carl Lewin das Haus als Geschäftsführer 1930 übernahm hatte es 1250 Angestellte.

Das Haus in Chemnitz ab 1939

Titel: Das Haus in Chemnitz ab 1939
Datierung: 1939 bis 1945
Foto: Sammlung Fest, smac/LfA

Grundriss des Erdgeschosses

Titel: Grundriss des Erdgeschosses
Datierung: 1930
Foto: smac/LfA

Das Haus in Chemnitz, heute

Titel: Das Haus in Chemnitz, heute
Datierung: 09.09.2025
Foto: smac/LfA

Die „Gleich zahlen, gleich mitnehmen“ Tische im Kaufhaus in Chemnitz

Chemnitz hatte als Carl Lewin das Haus als Geschäftsführer 1930 übernahm 1250 Angestellte.

Titel: Die „Gleich zahlen, gleich mitnehmen“ Tische im Kaufhaus in Chemnitz
Datierung: vermutlich vor 1939
Foto: smac/LfA

Treppenhaus mit fast orignaler Ausstattung

Im Inneren konnte Sturtzkopf, Leiter des Schocken-Baubüros, nach dem Bruch mit Mendelsohn, die Kosten begrenzen und dennoch die typische Schockenvorgabe der Warenpräsentation mit viel natürlichem Licht umsetzen.

Titel: Treppenhaus mit fast orignaler Ausstattung
Datierung: aktuell
Foto: smac/LfA: Aufnahme: Roland Halbe

Literatur

Tilo Richter, Erich Mendelsohns Kaufhaus Schocken. Jüdische Kulturgeschichte in Chemnitz, Leipzig 1998; Matthias Zwarg (Hrsg.), Erich Mendelsohns Schocken in Chemnitz. Vom Kaufhaus zum Museum, Chemnitz 2014; Sabine Wolfram (Hrsg.), Archäologie eines Kaufhauses. Konzern, Bauherr, Architekt. Das Buch zur Dauerausstellung, Dresden 2015.

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