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Eine Zentrale und elf Kaufhäuser in Sachsen

Von den insgesamt elf Kaufhäusern des Schockenkonzerns in Sachsen sind heute noch sieben erhalten. Meißen ist im Zweiten Weltkrieg zerstört worden. Die Häuser in Auerbach, Freiberg und Frankenberg sind 1999, 2007 bzw. 2015 abgerissen worden.

An einigen Gebäuden wird heute noch an die ursprünglichen Besitzer erinnert. Sechs stehen heute unter Denkmalschutz.
Für die Kaufhäuser hatten sich die Schocken-Brüder zunächst kleinere Industriestädte mit wirtschaftlichem Potential ausgewählt, später gründeten sie auch Niederlassungen in Großstädten außerhalb Sachsens. Mit dem Bau in Chemnitz ist das einzige der großen Häuser bis heute erhalten geblieben. In einem Brief an den Architekten Mendelsohn (5) macht Salman Schocken auch deutlich, dass die großen Häuser architektonisch wichtiger sind.

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Emailleschild mit den Sächsischen Niederlassungen des Konzerns

Titel: Emailleschild mit den Sächsischen Niederlassungen des Konzerns. 
Solche Schilder waren zu Werbezwecken an Bussen befestigt 
Foto: smac/LfA

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Merkur enteignet und die Immobilien wurden zum Volkseigentum der ehemaligen DDR. Die Konsumgenossenschaft und die Handelsorganisation betrieben von da an Geschäfte in den Gebäuden mit Ausnahme des zerstörten Meißner Hauses. Nach der politischen Wende von 1990 wurden die Immobilien der Schockenfamilie rückübertragen, standen oft leer und wurden zum Großteil an Investoren verkauft. 

Neben den Kaufhäusern gehörten zeitweise noch weitere Immobilien in Sachsen zum Schocken-Konzern: Strickwarenfabrik Oberschlema, 1924/1925, Textilwerkstätten, Zwickau, Schlossgrabenweg 4 (Adolf-Hitler-Ring 30), ab 1920, Einkaufshaus Chemnitz, ab 1920, Erholungsheim, Rautenkranz, ab 1917, Strumpffabrik, Chemnitz-Siegmar, ab 1921.

Erholungsheim Rautenkranz

Titel: Erholungsheim Rautenkranz
Foto: Sammlung Fest, smac/LfA
Datierung: nach 01.01.1917

Strumpffabrik Siegmar-Schönau

Titel: Strumpffabrik Siegmar-Schönau
Foto: Sammlung Fest, smac/LfA
Datierung: nach 01.01.1909

Textilwerkstätten

Titel: Textilwerkstätten
Foto: Sammlung Fest, smac/LfA
Datierung: nach 11.1919

Literatur

Wenn keine Literatur zu den einzelnen Häusern genannt ist, bieten neben den Akten des Chemnitzer Staatsarchivs die im Register des Buches von Konrad Fuchs (Ein Konzern aus Sachsen. Das Kaufhaus Schocken als Spiegelbild deutscher Wirtschaft und Politik 1901 bis 1953, Stuttgart 1990) genannten Seiten vereinzelte Informationen.