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Der Konzern und seine Häuser

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Bildbeschreibung

Eine Zentrale und elf Kaufhäuser in Sachsen

Wo sind die Schocken-Kaufhäuser heute noch zu finden – und welche Geschichten erzählen ihre Fassaden? Einige der Gebäude sind bis heute erhalten, andere wurden im Krieg zerstört oder später abgerissen, doch ihre Spuren prägen noch immer das Stadtbild. Warum wählten die Schocken-Brüder gerade kleinere Industriestädte als erste Standorte aus, und welche Bedeutung hatte später das große Haus in Chemnitz? Ein Brief an den Architekten Mendelsohn gibt spannende Einblicke in die architektonischen Prioritäten des Konzerns. Welche Rolle spielten die Häuser nach dem Zweiten Weltkrieg in der DDR-Zeit, nachdem sie enteignet wurden? Und was geschah nach 1990 mit den zurückübertragenen Immobilien, von Leerstand bis Verkauf an Investoren? Auch die Nutzung durch Konsumgenossenschaften und Handelsorganisationen hinterließ deutliche Spuren in den Gebäuden. Neben den Kaufhäusern gehörten zudem weitere Immobilien wie Fabriken, Werkstätten und ein Erholungsheim zum Konzernverbund in Sachsen. Die Akten zeigen dabei nicht nur Veränderungen der Besitzverhältnisse, sondern auch überraschende Nutzungsgeschichten über ein ganzes Jahrhundert hinweg.

Collage Medelson

Das Konzept des Schockenkonzerns und die zentrale Organisation

Wie arbeitete die Zwickauer Zentrale des Schocken-Konzerns mit ihren rund 313 Angestellten im Hintergrund der Kaufhäuser? Welche Aufgaben steckten hinter Marktbeobachtung, Einkauf, Reklame und Personalsteuerung – und wie griff alles ineinander? Ein Artikel der Hauszeitung gibt Einblicke in eine hochorganisierte Verwaltungsstruktur, die den gesamten Konzern steuerte. Wie gelang es, über zentrale Wochenprogramm-Konferenzen auf Preise, Werbung und sogar Öffnungszeiten zu reagieren? Und warum konnten Schwachstellen einzelner Häuser so schnell erkannt und ausgeglichen werden? Welche Rolle spielten dabei standardisierte Formulare und Rundfragen in der täglichen Kommunikation? Und wie führte diese Organisation zu günstigen Einkaufspreisen und einem einheitlichen Markenbild? Dass das System so erfolgreich war, zeigt sogar ein Nachahmer auf dem Markt. Die Akten offenbaren damit ein erstaunlich modernes Konzept von Konzernsteuerung.