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Antijüdische Stimmung vor der Machtübernahme 1933

Antijüdische Stimmung im Deutschen Reich

Lange Zeit vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten verbreitete sich der Antisemitismus in Deutschland. Juden wurden von Vereinen ausgeschlossen, an den Universitäten gezielt benachteiligt und schon im 19. Jahrhundert nahmen Parteien antijüdische Ziele in ihre Programme auf.
Judenwitze und Hetze verfestigten und etablierten immer weiter Vorurteil.
Der Erste Weltkrieg verschärfte die Situation zunehmend, jüdische Soldaten wurden zum Beispiel systematisch bei Beförderungen übergangen. Als nach dem Krieg die wirtschaftlichen Verhältnisse verheerend waren, machte man neben Sozialdemokraten und Pazifisten auch die Juden als Verursacher aus. 1920 gründete Hitler schließlich die NSDAP in München. Wohl wegen des offen propagierten Judenhasses seiner Partei, der eher noch abschreckte, erhielt sie bei den Wahlen 1928 nur 2,6 % der Stimmen. Die NSDAP setzte nach dieser Niederlage in ihrem Programm auf Wirtschaftsprobleme der Nachkriegszeit und eine allgemeine Ideologie der Volksgemeinschaft. Antijüdische Kräfte wurden immer stärker und antijüdische Straftaten (1) und Hetze (2) waren oft geduldet. Als die Nationalsozialisten 1933 dann an die Macht kamen, war Zurückhaltung nicht mehr nötig. Eine der ersten Aktionen war der sogenannte Warenhaussturm am 11. März 1933 in Braunschweig, bei dem jüdische Unternehmen angegriffen wurden.

Titelblatt „Der Stürmer“

Titel: Titelblatt „Der Stürmer“
Datierung: 1932
Foto: © IMW LBY JH. 92

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