Das smac widmet seit seiner Eröffnung 2014 drei Erkerausstellungen der Geschichte des Hauses, in dem sich das Museum heute befindet. Es gehörte einst als Niederlassung Chemnitz zum Konzern der Schocken-Warenhäuser und gilt als ein bedeutendes architektonisches Denkmal. Der Geschichte der Brüder Schocken, dem Warenhaus und dem Architekten Erich Mendelsohn widmen wir je eine Etage der Erker. Zu „Tacheles. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026“ erweitern wir diese um die digitale smac+ Ausstellung „Wegen…“. Sie basiert auf zwei Sammlungen: Zum einen ein Teil der Schocken-Akten, die im Staatsarchiv Chemnitz gelandet sind und zum anderen die kleine aber feine Sammlung von Objekten, die zur Geschichte des Kaufhauses durch das smac zusammengetragen wurden. Es handelt sich um Produkte, die hier verkauft wurden, Dokumente oder Objekte des Konzerns. Zusammen mit den zahlreichen Akten entsteht so ein detailliertes Bild eines Konzerns, der durch die Nationalsozialisten zerstört wurde.
Das Angebot richtet sich an Interessierte, Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Forschende, egal wie vertraut sie bereits mit dem Thema sind. Neben den Originaldokumenten bietet es Literaturergänzungen und Links zu weiterführenden Quellen. Perspektivisch ist begleitendes Material für Schulklassen geplant.
Kuratorin: Dr. Yvonne Schmuhl